Dienstag, 21. August 2007

Waldi's next strike

Hi Leute,

wir befinden uns auf der Zielgeraden vor dem Semesterbreak. Nur noch zwei Tage Uni, ein Test, eine Präsentation und zwei Assignments stehen uns im Weg, dann geht es ab auf die Südinsel. Ach ja und die Geburtstagsfeier von unserem schwulen Bolivianer. Der feiert am Donnerstag seinen zwanzigsten. Mal sehen, ob er wieder so abgeht, wie bei der letzten gemeinsamen Party, O-Ton: Ohh man, I don’t know if I should have taken these last three party pills…“ ...in dem Moment wusste ich auch nicht, ob seine Mutter nicht mal besser hätte die Pille nehmen sollen.

Werden aber aufgrund der angespannten Assignmentlage wohl nicht so exzessiv mitfeiern. Mathis plant noch dem einen Dozenten so lange die Ohren voll zuheulen, bis er ihm das Assignment erlässt. Aber die Chancen dafür sind eher vage.

Ansonsten beschäftigt uns der ewige Kampf mit Wayne. Er versucht uns weiterhin hartnäckig von einem seiner Hobbies – JiuJitsu oder Salsa – zu überzeugen, wir ihn davon, mal was zu kochen, wo man auch sieht, was drin ist. Beide Parteien scheitern bisher. Aber heute kocht erstmal wieder Quanta für uns und morgen machen wir dann was.

Ansonsten hat der Wayne sich dann endlich das gekauft, was er am Allernötigsten brauchte: ein zweite Mikrowelle! Dreimal dürft Ihr raten, von wessen Geld er die finanziert hat…

Aber ich versteh das, ich fühl mich auch immer mies, wenn ich nicht mindestens sechs verschiedenen Geräte im Haus habe, mit denen ich Essen warm machen kann...verrückt…

Er hätte auch einen neuen Duschkopf kaufen, uns einen ausgeben oder eine satte Dolby-Surround-Anlage besorgen können.

Am Wochenende waren wir wieder mal im Süden. Die Route fing schon gut an. Direkt zwischen zwei Bergen am Manawatu River entlang. Dann im Süden angekommen erst am Wairarapa See. Es war sauwindig, hatte aber auch was Gutes, danach hat der Mathis wenigstens sein Hemd ordentlich zugeknöpft.

Die Route anschließend nach Kaitoke war der Hammer. Mitten durchs Gebirge. Da unsere Karre leichte Schwierigkeiten hat sowohl am Berg zu beschleunigen als auch die Geschwindigkeit zu halten, hatte man viel Zeit die Täler und Berge zu begucken. Sehr weit, menschenleer und sehr schön.

Der größte Teil unseres Weges war wolkenverhangen. Aber das Wetter ist hier extrem wechselhaft. Wenn es direkt über Dir regnet, kanns einen Kilometer weiter schön sonnig sein. An einem Stück, wo es komplett bewölkt war, ist dann nur an einer einzigen Stelle die Sonne durch die Wolken gebrochen. Sah stark aus, wie ein Wasserfall aus Licht – aber leider unmöglich zu fotographieren.

Hinter der letzten Kurve hat uns dann die Sonne angelacht und uns auf unserem gesamten Trip durch den Kaitoke National Park begleitet (zwei Kilometer weiter hats genieselt). Der Park war ein weiteres Set vom Herrn der Ringe und auch sonst das Schönste, was wir bisher gesehen haben. Fluss, Urwald, Hängebrücken und Bäume aus denen man in Deutschland zehn machen kann.

Sieht aber dann doch nicht ganz so beeindruckend aus, wie im Herrn der Ringe. Computertechnik macht halt doch den Unterschied von wunderschön zu phantastisch aus.

Hat uns beiden aber trotzdem gut gefallen. Mathis vermutlich auch, weil er endlich mal kein Highlight gerissen hat und trockenen Fußes durchgekommen ist. Er war auch aufm Heimweg noch gut drauf und seine Pläne dargelegt, dass er sich einen Haus-Kiwi kaufen will, ihn dann Kojak nennt um dann mit ihm Gassi zu gehen :-)

Aber keine Woche ohne ein Highlight a la Mathis. Waren am Sonntag im Gym und der Mathis hat sich entschlossen mal was für den Muskelaufbau zu tun und nicht nur eine Stunde lang zu laufen. Jetzt muss man dazu wissen, dass der Mathis zwar laufen kann wie eine Gazelle, aber stemmt wie Spatz mit Krampfadern.

Waren grad gut dabei, da ist der Mathis auf einmal weg. Ein Phänomen, das er sonst nur unter akuten Alkoholeinfluss zeigt. Ich also nachgeguckt und da liegt er aufm Sofa im Foyer und stirbt langsam vor sich hin. Mit der gesunden Gesichtsfarbe eines Vanillejoghurts und der Eloquenz eines Scheintoten, hat er mir dann bemitleidenswert mitgeteilt, dass sein Kreislauf im Keller ist. Leider war keine Frau mit Glatze zur Reanimation da :-)

Sind dann nach Hause. Aufm Weg zum Auto und im Auto hat er dann auch die letzten zwei Akte vom sterbenden Schwan aufgeführt und ist dann einfach drin liegen geblieben als wir wieder zu Hause waren.

Die Gute Nachricht: eine Stunde später war wieder alles in Ordnung.

Einen Abend haben wir dann noch mit Wayne „300“ geguckt. Cooler Film und ein netter Männerabend, der Wayne war in seinem Element und hat uns mit allerlei Süßigkeiten vollgestopft. War gut zu ertragen.

In diesem Sinne: CMM4, what is your profession?
Die richtige Antwort gewinnt einen Ballettbesuch mit Mathis und Kojak ;-)

Take Care

1 Kommentar:

krisse hat gesagt…

Jungs ihr solltet ein Buch schreiben. Eure Posts sind legendär in der ganze Marketingabteilung hier und meine gutaussehende Kollegin möchte unbedingt mal den Mathis kennenlernen. *g*